Der Entlastungsbetrag soll entfallen
Bei Pflegegrad 1 soll der Entlastungsbetrag wegfallen. Stattdessen sieht die Reform einen stärkeren Schwerpunkt auf Prävention, Beratung und Pflegebegleitung vor. Pflegegrad 1 selbst soll bestehen bleiben.
Rheinbogen HauswirtschaftBornheim · Vorgebirge · Rhein-Sieg
Jetzt anrufen
Wer Hilfe im Haushalt braucht oder Angehörige unterstützt, braucht verlässliche Leistungen. Die geplante Pflegereform könnte verändern, wie Alltagshilfe finanziert wird. Wir erklären die wichtigsten Vorschläge und zeigen, wo Rheinbogen Hauswirtschaft Nachbesserungen fordert.
Bei Pflegegrad 1 soll der Entlastungsbetrag wegfallen. Stattdessen sieht die Reform einen stärkeren Schwerpunkt auf Prävention, Beratung und Pflegebegleitung vor. Pflegegrad 1 selbst soll bestehen bleiben.
Bei häuslicher Pflege mit Pflegegrad 2 bis 5 soll ein Sozialraumbudget den Entlastungsbetrag ersetzen: bis zu 175 Euro monatlich ab dem 25. Geburtstag, bis zu 300 Euro für jüngere Pflegebedürftige.
Ungenutzte Monatsbeträge sollen künftig nicht mehr angespart werden können. Das erläutert die Begründung zu § 45b des Regierungsentwurfs.
Der Entwurf streicht den Umwandlungsanspruch. Heute können Menschen in häuslicher Pflege ab Pflegegrad 2 bis zu 40 Prozent ihres monatlichen Höchstbetrags für ambulante Pflegesachleistungen für anerkannte Alltagshilfe einsetzen, soweit dieser Betrag nicht bereits für Pflegesachleistungen genutzt wird. Das kann den Pflegegeldanspruch beeinflussen.
Verschiedene Einzelleistungen sollen in Budgets gebündelt werden. Für pflegerische Akut- und Überbrückungssituationen ist ein Überbrückungsbudget vorgesehen. Die Reform betrifft deshalb mehr als die Finanzierung von Haushaltshilfe.
Anerkannte Alltagshilfe soll über das Sozialraumbudget finanziert werden. Alternativ können Angebote eine Zulassung als ambulante Betreuungseinrichtung erhalten und über das Sachleistungsbudget abrechnen. Diese Zulassung schließt die Anerkennung für den anderen Weg aus.
Ein Beratungsgespräch erledigt keine Wäsche und keinen Einkauf. Aus unserer Sicht muss eine Reform auch die praktische Unterstützung sichern, die Menschen hilft, ihren Alltag zu Hause zu bewältigen.
Nicht jeder Haushalt braucht jeden Monat gleich viel Hilfe. Wir halten es für wichtig, Unterstützung auch für Zeiten mit höherer Belastung planen zu können. Eine Reform sollte diese Flexibilität erhalten.
Wer Unterstützung für Eltern oder andere Angehörige organisiert, braucht Klarheit: Welche Hilfe ist verfügbar, wie wird sie bezahlt und kann sie fortgesetzt werden? Diese Fragen sollten vor einer Umstellung verständlich beantwortet sein.
Für Rheinbogen ist entscheidend, dass regionale Alltagshilfe auch nach einer Reform zuverlässig angeboten werden kann. Dafür brauchen Anbieter verständliche Vorgaben, praktikable Abrechnungswege und ausreichend Zeit für notwendige Anpassungen.
Wir fordern, bestehende Unterstützungsangebote in die Umsetzung einzubeziehen. Zusätzliche Anforderungen dürfen aus unserer Sicht nicht dazu führen, dass vor Ort weniger Hilfe verfügbar ist. Welche Folgen die Reform tatsächlich für einzelne Betriebe hätte, bleibt vom endgültigen Gesetz und seiner Umsetzung abhängig.
Wir begrüßen die Ziele, Leistungen verständlicher zu machen, Prävention zu stärken und Familien besser zu begleiten. Entscheidend ist für uns, ob die Reform im Alltag tatsächlich Entlastung schafft.
Betreff: Pflegeneuordnungsgesetz – Auswirkungen auf Alltagshilfe in [Ort] Guten Tag, ich nutze beziehungsweise organisiere derzeit Unterstützung im Alltag für [mich/einen Angehörigen]. Aktuell hilft uns diese Unterstützung insbesondere bei: [kurze konkrete Beschreibung] Die im Regierungsentwurf vom 30. September 2026 vorgeschlagenen Änderungen könnten für uns folgende Auswirkungen haben: [konkrete Folgen beschreiben] Besonders wichtig ist für uns: [zum Beispiel Erhalt der Unterstützung bei Pflegegrad 1, flexible Nutzung oder Ansparmöglichkeit] Ich bitte Sie, sich im weiteren Gesetzgebungsverfahren für verlässlich finanzierte Alltagshilfe, eine flexible Nutzung der Mittel und praktikable Übergangsregeln einzusetzen. Bitte berücksichtigen Sie dabei die Erfahrungen von Pflegebedürftigen, Angehörigen und anerkannten Anbietern. Mit freundlichen Grüßen [Name] [Ort]
Bitte nur notwendige persönliche Angaben übermitteln. Diagnosen, Versicherungsnummern oder andere besonders sensible Daten sind für eine allgemeine Stellungnahme in der Regel nicht erforderlich.
Mitteilung vom 30.09.2026. Erläutert Ziele und wesentliche Maßnahmen des Regierungsentwurfs. Geprüft am 03.10.2026.
Mitteilung zum KabinettsbeschlussKabinettsfassung vom 30.09.2026. Anbieterwege: PDF-Seiten 44–45; Sozialraumbudget: Seite 46; Begründung zum Umwandlungsanspruch: Seite 212; fehlende Ansparmöglichkeit: Seite 213. Geprüft am 03.10.2026.
Regierungsentwurf des PNOG als PDFStand: 30.09.2026. Erläutert die Reformziele und den geplanten Präventionsfokus bei Pflegegrad 1. Geprüft am 03.10.2026.
Argumentationspapier des BMG als PDFWenn Sie aktuell Unterstützung im Haushalt suchen, klären wir Leistungsumfang, Einsatzort und passende nächste Schritte persönlich. Diese Beratung ersetzt keine Rechtsberatung zum Gesetzgebungsverfahren.